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Breminale 2008

Fünf Tage lang wurde Bremen nach einem Jahr Zwangspause endlich wieder in einen musikalisch-künstlerischen Ausnahmezustand versetzt: Die 21. BREMINALE bot vom 2. bis zum 6. Juli auf den Osterdeichwiesen rund 60 Live-Konzerte. Während auf der neuen Open-Air-Bühne im wesentlichen lokale Bands aus Bremen und Umgebung zu hören waren, spielten auf den drei weiteren Zeltbühnen nationale und internationale Formationen der verschiedenen Musikrichtungen. Zu den Höhepunkten der fünf Tagen am Weserufer gehörte sicherlich wieder der Samstagabend auf der Weltbühne, wo traditionsgemäß zwei Bands von hoher Qualität unter dem Label „Sparkasse in Concert“ präsentiert wurden. Neben dem gewohnt vielseitigen Musikprogramm, gab es auf der 21. Breminale auch neue Spielorte: den Baltic Raw Tower, eine Sauna, eine Installation im Fahrradtunnel und das Betonschiff Treue, präsentierten den Besuchern spannende Neuigkeiten. An die kleinsten Festivalbesucher wurde mit einem phantasievollen Kinderprogramm natürlich auch gedacht. Der künstelrischen Leitung, Susanne von Essen und Carsten Werner, gelang es im Jahr 2008 das musikalische Spektrum der BREMINALE, das typischerweise den Fokus auf Weltmusik, Singer-Songwriter und Bluesrock legt, mit Bands aus dem Bereich Elektro- und Deutschpop erweitern. In Kooperation mit Partnern wie Bremen Vier, dem Nordwestradio, dem Kulturzentrum Lagerhaus und zahlreichen Bremer Kultureinrichtungen und -veranstaltern ist so wieder ein besonderes Programm entstanden, das neben den etablierten BREMINALE-Zelten auch an den neuen Locations gezeigt wurde.

Bei den Künstlern und Bands, die in diesem Jahr auf der BREMINALE auftraten, waren die weiblichen Aktuere ganz vorn dabei: Lydia Daher, Bernadette La Hengst und Gustav spielten auf der MS Treue, die Bands Paula und Klee rockten auf der swb-Bühne im Bremen Vier-Zelt und Sandy Dillon war wieder einmal auf der Weltbühne zu Gast. In Arnd Zeiglers wunderbarer Welt des Pop spielte am Mittwoch das Londoner Ausnahme-Musikprojekt Hight Llamas und Singer-Songwriter Louis Philippe aus Frankreich lockte mit großen Pop-Phantasien. Auf der Weltbühne erregten Sirqus Alfon aus Schweden Aufmerksamkeit, aber auch Freunde des Boogie-Woogie und Rockabilly kamen auf ihre Kosten. Und multikulturell ging es auch auf der Flut-Bühne und im LichtLuftBad zu: Von Reggae über Polka-Beat, Piratenjazz, Chanson und Klezmer war hier alles zu hören. Zu sehen gibt es zudem Kurzfilm-Compilations, Videoinstallationen und Illuminationen. Auf der Spielwiese der Global Player im Festivaldreieck zwischen Tunnel Altmannshöhe, MS Treue und der Weltbühne erwarteten die Besucher außergewöhnliche Skulpturen wie eine mobile Sauna der Künstlergruppe Fluchtkunst oder der Baltic Raw Tower. Beide boten mit Performances, Parties, alternativen Fernsehshows und Powerpointkaraoke neue Aktionsflächen der Breminale. Wer Heimatnähe suchte, war bei der Bremer Bühne genau richtig, denn hier spielten Open-Air die besten Bands aus Bremen und Umzu. Insgesamt 120 Veranstaltungen von Musik, über Theater, Performance bis hin zu einem künstlerischen Kinderprogramm erwarteten die Besucher, die das Kulturfest noch immer ohne festen Eintrittspreis genießen konnten: Lediglich ein freiwilliger Beitrag sollte dazu dienen, die Festivalatmosphäre für das kommende Jahr noch zu verfeinern.