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swb rettet die Breminale

Trotz der positiven Resonanz, steigenden Besucherzahlen und großer Beliebtheit der BREMINALE in den Jahren 1990 und 2000, stellte sich im Jahr 2001 erneut die Existenz-Frage. Steigende Kosten für die Infrastruktur und im Personalbereich sorgten dafür, dass die Kalkulation im Vorfeld des Festes ein Minus von rund 25.000 € auswies – keine Basis, um die 15. BREMINALE in Angriff zu nehmen. Die Ankündigung, dass die BREMINALE nun nicht mehr stattfinden wird, löste ein unerwartet großes Echo in den Medien aus. Und bereits am nächsten Tag erklärte der Bremer Energieversorger swb seine Bereitschaft, die fehlende Summe bereitzustellen. Und die swb ist bis heute neben den anderen genannten Sponsoren der Garant für das Überleben der BREMINALE.

Hoch hinaus gingen die Planungen 2003: Ein Riesenrad am Osterdeich ermöglichte den Besuchern einen gigantischen Blick über das Festival, die Weser und das gesamte Viertel, nur gen Himmel war die Sicht durch tief hängende Regenwolken begrenzt, denn erwartungsgemäß mischte der treueste Partner der Breminale wieder kräftig mit: Das schlechte Wetter! Im vermeintlichen Jahrhundertsommer gab Petrus alles und neben arktischen Temperaturen, Wind und Dauerregen, schaute auch die Weser mal auf dem Festivalgelände vorbei. Die fünf Tage sensationell schlechtes Wetter sorgten allerdings für derart empathische Reaktionen seitens Presse und Besucher, dass man beschloss, den Partner auch künftig und jetzt offiziell ins Boot zu holen: 2004 startete die BREMINALE mit dem trotzigen Motto "Swinging in the Rain". Dem Thema entsprechend wurde statt dem Scooter auch ein viertes Zelt, die "Schleuse", wieder eingeführt.

Die im Vorfeld vieldiskutierte, immer wieder verdrängte Möglichkeit von der Ausnahme von der Regel stellte sich auch prompt ein: Partner Schlechtwetter gab auf und das Resultat waren fünf warme, sonnige Festivaltage. Dank der neuen Kooperation mit Bremen Vier machte die BREMINALE 2004 auch einen großen programmatischen Schritt nach vorne: Hochkarätige Acts wie Culcha Candela und Soulounge spielten auf der neuen swb-Bühne im Bremen Vier-Zelt und sorgten für rekordverdächtige Besucherzahlen.

Auch wenn die heutige BREMINALE der Parole aus den Anfangszeiten "Kampf dem Kommerz" nicht mehr gerecht wird, bleibt dennoch festzustellen: Oft totgesagt, gibt es die BREMINALE noch immer. Und trotz zwischenzeitlicher finanzieller Engpässe und daraus resultierender programmatischer Einschnitte hebt sie sich noch wohltuend ab vom sonstigen Einheitsbrei.